Der Eisvogel – für mich ein Paradiesvogel in unseren Breitengraden

Im letzten Jahr habe ich zufällig eine Brutröhre entdeckt. Eigentlich war es meine Hündin Malou, die mich mit ihrer guten Nase drauf gestoßen hat. Sie lag so sehr im Schatten einer hohen Steilküste, dass es sehr schwierig war, überhaupt ein paar Fotos zu machen. Ich habe es mit einer Canon Mark IV (Crop 1,3) und ein 500 mm 4.0 mit Konverter 1,4fach Vers. III versucht. Selbst bei diesen Bildern musste ich mich für einen Ausschnitt entscheiden und 20 % abschneiden. Für meine Vollformatkamera hätte ich vergleichbar ein Objektiv mit 910 mm gebraucht um den gleichen Bildausschnitt zu bekommen.

In diesem Jahr hatte ich das Glück, dass mein Fotofreund Rainer eine perfekte Stelle gefunden hat. Mit dem Tarnzelt war ich nur ca. 3 m vom Sitzplatz des Eisvogels entfernt. Der Eisvogel nutze gern einen kleinen Ast für einen letzten Stop bevor er in der Brutröhre verschwand. Leider liegt diese nicht im direkten Sichtbereicht. Für das 500 mm Objektiv war der Ast zu dicht. Die Naheinstellgrenze erlaubte es nicht aus dieser Entfernung zu fotografieren. Alle Fotos sind in diesem Jahr mit einem 300 mm 2.8 entstanden. Teilweise habe ich zusätzlich einen 1,4fach Konverter zwischen Vollformatkamera und Objektiv geschraubt.

Die beiden Flugfoto sind ebenfalls dieses Jahr an einer anderen Stelle, in diesem Fall an der Aller, entstanden. Der Eisvogel flog auf der gegenüberliegenden Uferseite. Diese Bilder haben einen Beschnitt von 50 %. Hier habe ich eine Vollformatkamera mit dem 500 mm Objektiv benutzt.

Ich wünsche viel Freude mit den Fotos.