Welche Kameraeinstellung ist richtig – Einsteiger Fotoworkshop

Es ist immer etwas Besonderes, wenn sich viele junge Leute zu meinem Workshop anmelden, so wie es bei diesem Workshop am So 06.05.2018 der Fall war. Ich finde es toll, dass sich die Jugend für Fotografie interessiert und es macht mir besonderen Spaß die Neugier und den Wissenshunger in den Augen der Teilnehmer zu sehen.  In meinem anderen Berufsleben habe ich früher junge Menschen als Bürokaufleute, Sport- und Fitnesskaufleute und Kaufleute im Gesundheitswesen ausgebildet.

Getroffen haben wir uns im Seminarraum des Herrenhauses auf Gut Sunder in Meißendorf. Ich habe diese Location vor drei Jahren ausgewählt und sie ist einfach perfekt. Wer noch nie auf Gut Sunder war, sollte sich einfach mal die Zeit nehmen und sich von der Natur in ihren Bann ziehen lassen. Das kleine Café unter der großen Buche bietet den besten Kuchen und die Mitarbeiter sind immer sehr freundlich und hilfsbereit.

Jetzt aber zum eigentlichen Workshop. Der Einsteiger Fotoworkshop ist für Teilnehmer, die keine Lust haben, die Bedienungsanleitung ihrer Kamera zu lesen oder einfach besser und schneller in der Gruppe die Zusammenhänge von Blende, Verschlusszeit und IOS-Wert verstehen.

Einsteiger Workshop mit Marcus Jacobs, Model Ida

Grundsätzlich kann man sagen, dass man nach dem Seminar genauer weiß, welche Kamera und welches Objektiv zu einem passt und sich dann gezielter die passende Ausrüstung zusammenstellen kann. Deswegen ist es nicht unbedingt erforderlich mit eigener Kamera zu kommen.
Die vier Stunden Theorie verfliegen schneller als 90 Minuten Matheunterricht in der Schule, durch den Gruppenaustausch findet sich jeder mit seinen Fragen wieder und es wird immer der Bogen zu den praktischen Anwendungen geschlagen.

Einsteiger Workshop mit Marcus Jacobs, Model Ida

Bei diesem Workshop waren nicht nur einige Teilnehmerinnen sehr jung, sondern auch unser Model. Im Prinzip haben wir auf Gut Sunder genug Motive, um den praktischen Teil ausführlich umzusetzen. Doch bei diesem Workshop habe ich einfach spontan die Tochter einer Freundin gefragt, ob sie nicht Lust und Zeit hat uns als Model zu unterstützen. Ida ist 11 Jahre alt und ich habe noch nie mit so einem jungen, talentierten Model gearbeitet. Natürlich war sie aufgeregt, aber hallo, sie ist 11 Jahre und wenn ich zurückdenke und da muss ich schon 37 Jahre zurückschauen, hätte ich es mir nie zugetraut so ein Angebot anzunehmen. Selbstvertsändlich war ein Erziehungsberechtigter die ganze Zeit mit anwesend.

Sehen Sie doch einfach selbst, was für ein tolles Wetter wir hatten, wie schön die Location ist und mit welcher Professionalität Ida vor der Kamera stand.

Einsteiger Workshop mit Marcus Jacobs, Model Ida
Einsteiger Workshop mit Marcus Jacobs, Model Ida
Einsteiger Workshop mit Marcus Jacobs, Model Ida
Einsteiger Workshop mit Marcus Jacobs, Model Ida
Einsteiger Workshop mit Marcus Jacobs, Model Ida
Einsteiger Workshop mit Marcus Jacobs, Model Ida
Einsteiger Workshop mit Marcus Jacobs
Einsteiger Workshop mit Marcus Jacobs, Model Ida
Einsteiger Workshop mit Marcus Jacobs, Model Ida
Einsteiger Workshop mit Marcus Jacobs, Model Ida

 

 

Workshop für Hundefotografie für Calumet in Hamburg

Hunde gehören zu den ganz besonderen Models. Wenn sie auch noch schwarz sind und sich schnell bewegen, ist der Ausschuss auf der Speicherkarte oft sehr groß und der Frust wächst mit jedem weiteren Versuch sein Hundemodel abzulichten.

Dies könnte einer der Gründe sein, warum sich acht Teilnehmer/innen am 19. Mai 2018 zum Workshop für Hundefotografie bei Calumet in Hamburg bei mir angemeldet haben.

Der Workshop war bereits im Januar 2018 ausgebucht. Wenn einer doch noch vorzeitig absagen musste, wurde der freigewordene Platz sofort wieder neu vergeben. Es gab sogar eine Warteliste.  Ich habe mich sehr über die Nachfrage gefreut, da ich diesen Workshop schon das vierte Jahr für Calumet anbiete.

2 Wochen vor dem Workshop nehme ich mit den Teilnehmern Kontakt auf und informiere sie über den groben Ablauf und weitere Einzelheiten. Ich frage auch ab, ob jemand seinen eigenen Hund mitbringen möchte. Bei diesem Workshop mangelte es uns nicht an Models. Insgesamt 5 Hunde standen beim praktischen Teil vor der Kamera.  Es war ein toller Mix aus klein und groß, sportlich agil und einfach nur süß. Meiner Hündin Malou hatte ich für den Tag frei gegeben bei diesem tollen Angebot an Models.

Nicht nur ein breites Spektrum an Hunden, sondern auch fünf unterschiedliche Kamerahersteller waren vertreten. Mit dabei waren die Klassiker Canon und Nikon, aber auch Pentax, Fuji und Panasonic warteten auf ihren Einsatz. Alle Teilnehmer konnten es kaum abwarten endlich mit dem praktischen Teil zu beginnen. Doch um sicher die richtigen Einstellungen für die späteren praktischen Aufgaben zu kennen, mussten alle erst beim Theorieteil die Ohren spitzen und teilweise das Menü der Kamera studieren. Auch für mich ist es immer wieder eine Herausforderung in den Tiefen der Kameramenüs bei den unterschiedlichen Herstellern die notwendigen Setups zu finden. Aber nach gut 2,5 Stunden hatten alle ihre Ausrüstung wieder verstaut und wir sind bei bestem Wetter in den Jenisch Park gefahren. Hier habe ich dann auch die restlichen drei Hunde begrüßen dürfen, denn nur zwei waren im Seminarraum anwesend.

Es war ein sehr harmonisches Miteinander und alle Hunde waren einfach toll vor der Kamera und ohne Jörg hätten bestimmt alle gleichzeitig auf das Kommando „Komm“ reagiert und wären uns ins Bild gelaufen. Danke Jörg, dass du uns so gut unterstützt hast.

Wir haben mit den Portraits angefangen und sind später zu den Bewegungsfotos übergegangen. Die nachfolgenden Fotos sind auch von den Teilnehmern. Alle Bilder sind mit einem Copyright versehen. Anhand dessen kann man die Teilnehmerfotos unterscheiden. Bilder verraten mehr als tausend Worte und deshalb schauen Sie und klicken Sie durch die Galerie. An den Fotos können Sie erkennen, welche Models wir vor der Kamera hatten und was alles so an praktischen Aufgaben von denTeilnehmern abverlangt wurde.

Ich habe viele tolle Rückmeldungen bekommen, aber eine möchte ich hier kurz zeigen: „Hallo Marcus, vielen Dank für den Workshop gestern. So viel Spaß hatte ich noch nie! Können wir das nochmal machen? 😉 Auf jeden Fall bin ich beim nächsten Mal wieder dabei….“. Ich habe mich sehr über dieses Feedback gefreut und musste bei den Zeilen lachen. Danke Monika!

Es hat mir auch sehr viel Freude mit euch gemacht und ich bin mir sicher, dass die nächsten Hundefotos euch ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden.

Hier ein paar Fotos die ich zwischendurch gemacht habe.

Workshop Hundefotografie Calumet Hamburg

Galerie der Teilnehmerfotos. Es wurden Fotos von vier Teilnehmerinnen in der Galerie eingebunden.

 

Männer kommen blau zur Hochzeit – Pietzmoor

Pietzmoor – blauer Moorfrosch

Zu welcher Hochzeit darf der Bräutigam schon blau erscheinen? Nur wenige Tage im Jahr ist das Männchen blau gefärbt. Genau in diesem Zeitraum war ich mit einem befreundeten Naturfotografen, Finn Mengershausen, im Pietzmoor bei Schneverdingen in der Südheide.

kleiner See mit trockenem Gras am Ufer Moorflächen PietzmoorEs war ein spontaner Fotoausflug, weil sich ein Kundentermin verschoben hat und ich deshalb diesen unvergesslichen Ausflug ins Pietzmoor unternehmen konnte.

Wir haben die letzte Parklücke auf dem kleinen Parkplatz erwischt. Ich hatte einen Großteil meine Ausrüstung morgens in den Kofferraum geladen. Ich hatte am Morgen zwar noch zwei unterschiedliche Stative in den Kofferraum geladen. Doch jetzt entschloss ich mich, wieder einmal, ohne Stativ loszuziehen. Ich hatte sicherheitshalber vier Objektive (Weitwinkel, Marko, 70-200 und mein 300 mm) und zwei Konverter (1.4 und 2.0) eingepackt. Da ich nicht genau wusste auf welche Distanz ich die blauen Jungs vor die Optik bekomme, entschloss ich mich auch zwei Kameras mitzunehmen: beide Canon EOS 1 Modelle (1 DX und MK IV). Die etwas ältere 1d Mark IV hat die optische Brennweitenverlängerung von Crop 1,3. So ausgerüstet bin ich mit Finn losmarschiert. Finn hatte sich besser vorbereitet und uns schon bei der Parkplatzauswahl richtig geleitet. Durch diesen Vorteil hatten wir nur etwa 300 Meter bis zu den ersten großen Teichen zu gehen. Ich traute meinen Augen nicht. Wir waren nicht die einzigen bei diesem tollen Wetter. Stative standen auf dem Weg und die Objektive zeigten in unterschiedlichen Richtungen. Doch alle hatten das gleiche Ziel: die blauen Jungs – die männlichen Moorfrösche. blaue Moorfrösche im Pietzmoor Schnell war klar: mein 100 mm Makroobjektiv konnte in der Fototasche bleiben. Ich entschied mich für das 300 mm mit dem 1.4 Konverter an der Mark IV. Es saßen hunderte blau gefärbte Frösche im Wasser. Doch für die meisten war meine Brennweite (umgerechnet 546 mm) zu kurz. An formatfüllende Aufnahmen war nicht zu denken. Ich suchte mir Frösche aus, die möglichst dicht am Ufer waren. Leider hat man vor Ort nicht die Möglichkeit sich flach auf Höhe der Wasseroberfläche mit dem Objektiv zu begeben, um eine optimal Perspektive zu bekommen. männlicher blauer Moorfrosch im Pietzmoor Nach einiger Zeit hatten wir vorerst genug und entschlossen uns dem Rundweg weiter zu folgen. Von einem befestigten Weg geht man irgendwann weiter auf einen Holzsteg. Hin und wieder trafen wir auf Fotografen, die sich auf den Steg gesetzt hatten und mit ihrer Kamera seitlich vom Steg Ausschau nach Kreuzottern hielten. So sehr wir beide uns auch anstrengten, keiner von uns hat auf den nächsten Kilometern eine gesehen.  Irgendwann kam uns ein älteres Ehepaar entgegen und fragte uns, ob wir schon die blauen Frösche gesehen hätten. Für die blauen Frösche hatten wir den richtigen Startpunkt ausgewählt, aber die beiden Berliner hatten sich für den anderen, größeren Parkplatz entschieden und so wäre es für sie besser gewesen, wenn sie den Rundweg andersherum gehen würden. Diesen Vorschlag unterbreiteten wir ihnen. Fast nebenläufig erwähnten sie, dass sie gerade eine Kreuzotter mehrfach mit dem Handy fotografiert hatten. Finn und ich schauten uns an und beide dachten wohl in dem Moment das Gleiche. Wir schauten die letzten Kilometer nur links und rechts des Weges, hatten eine super Kameraausrüstung dabei und die beiden „Heidetouristen“ haben das Glück und konnten eine Kreuzotter mit dem Handy fotografieren. Wir mussten innerlich lachen. Da sie unseren Rat befolgten und umdrehten, bot uns der Mann an, uns die Stelle, wo er die Schlange fotografiert hat, zu zeigen. Ich habe sie tatsächlich nach längerer Suche im Gras wiedergefunden.  braune Kreuzotter eingedreht im Gras während eines Sonnenbads im PietzmoorWir bedankten uns und beschlossen uns hier auf dem Steg eine Pause zu gönnen und abzuwarten, was wir hier so alles vor die Kamera bekommen würden.

Dabei entdeckten wir die schöne braune Kreuzotter, die sich nicht wirklich von ihrem Platz in der Sonne bewegte. Wir konnte sie zwar fotografieren, aber so eine richtig schöne Perspektive hatten wir leider nicht.  In unregelmäßigen Abständen kamen immer wieder Wanderer vorbei und wir mussten uns dünn machen mit der Ausrüstung auf dem schmalen Steg. Links und rechts war Moor mit kleinen Wasserflächen und wir wollten die Technik nicht freiwillig einem Bad aussetzen. Pietzmoor Steg WasserWir hatten uns wieder auf die Kreuzotter konzentriert als sich eine Familie mit Hund von hinten näherte. Hund und Herrchen waren schon an uns vorbei als auf einmal ein Kind laut schrie. Eine Kreuzotter schaute zwischen den Holzbolen durch und wir hatten es erst nicht bemerkt. Vorne fotografieren wir eine braune größere Kreuzotter und hinter uns im Rücken schlich sich eine dunkle Kreuzotter über den Steg.  Kreuzotter auf dem StegUnd wieder mussten Finn und ich lachen.  Kreuzotter auf dem Steg Kreuzotter auf dem StegWieder hatten wir Glück.  Jetzt mussten wir schnell sein um noch ein paar Aufnahmen von ihr zu erhaschen bevor sie wieder im hohen, trockenen Sumpfgras verschwinden würde. Kreuzotter im SumpfgrasInsgesamt erblickten wir an dieser Stelle dann noch zwei weitere Schlangen, die wir leider nicht schön ablichten konnten. Wir waren aber zufrieden und beschlossen unseren Rundgang fortzusetzten. Zwischendurch besuchte uns eine Hummel und fand einen schönen Landplatz auf meinem Lenz Case.Hunnel Lens Case

Zum Abschluss unserer Fototour wollten wir den blauen Jungs noch einen Besuch abstatten. Die Zahl der Fotografen hatte sich inzwischen mindesten verdoppelt und auch die gesichtete Zahl der Moorfrösche war stark angestiegen. Geschätzt waren es bestimmt 500 Frösche in den beiden Teichen. Ich hatte so ein Schauspiel noch nie vorher gesehen und auf der Hinfahrt noch naiv gehofft, dass wir ein Exemplar vor die Linse bekommen würden. Moorfrösche Paarung blauer Moorfrosch Wasser Paarung Moorfrösche blauer Moorfrosch blauer Moorfrosch Wasser blauer Moorfrosch WasserInzwischen war es 14 Uhr und ich hatte auch Glück einige Tiere nah am Ufer zu entdecken und abzulichten, sodass ich die Moorfrösche fast formatfüllend ablichten konnte. Es gab sogar Momente, wo Finn deutlich zu nah war und die Naheinstellgrenze von 4,5 Meter unterschritt und weiter zurück gehen musste. Fotograf Finn Mengershausen Hier war ich über die Naheinstellgrenze meines 300 mm von 2 Metern dankbar. Irgendwann hatten wir aber genug blau über den Sucher gesehen und beschlossen zurück zum Auto zu gehen.

Es war ein toller Fotoausflug, den ich Finn zu verdanken habe.  Die Landschaft ist so einzigartig und wunderschön. Pietzmoor alte Baumstämme Wasser Erpel Wasser Pietzmoor Kiefer Wasser Baumstamm Das Pietzmoor ist das größte zusammenhängende Moor in der Lüneburger Heide. Jeder, der es bis dato nicht live gesehen hat, sollte es sich unbedingt anschauen. Egal zu welcher Jahreszeit. Ich komme bestimmt wieder und werden mich intensiver den Kreuzottern widmen. Blaue Moorfrösche Wasser Pietzmoor

Unser Hotelstrand – Baikal See

Landschaftsfoto

Was für eine Aussicht

Direkt am Baikal See an diesem schönen Strand lag unser Hotel. Die Sonne ging hinten am Horizont unter und man spürte die frische Seeluft auf der Haut. Bei diesem Ausblick würde man nicht vermuten, dass man an einem See steht. Diese scheinbar unendliche Weite ist unvergleichlich.

Unser Hotel war sehr einfach. Das Bad war so klein, dass man über die Toilette in die Dusche steigen musste. Es war mir egal. Ich war so fasziniert von diesem Ort, dass mir der westliche Luxus in diesem Augenblick völlig egal war. Ich stand noch lange mit meiner Kamera in der Hand am Strand, auch noch als die Sonne schon lange untergegangen war. Leider konnte ich diesen Ausblick nur einmal genießen. Denn uns war nur eine Nacht an diesem schönen Ort vergönnt. Am Morgen sind wir weiter in den Norden, in Richtung Kurumkan, gefahren.

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